Wohnen

Konvikt?
Konvikt kommt vom lateinischen Wort convictus («Zusammenleben») und bezeichnete ursprünglich das Internat einer Klosterschule.
Das Konvikt Kreuzlingen befindet sich immer noch zu einem grossen Teil in einem alten Kloster, dem ehemaligen Kreuzlinger Augustiner-Stift, ist nun aber ganz profan das Wohnheim der PMS Kreuzlingen. Hier wohnen viele derjenigen Schülerinnen und Schüler, die etwa im Hinterthurgau oder im Appenzellerland zu Hause sind und nicht jeden Tag pendeln können. Im Gründungsjahr 1833 lebten alle 27 «Zöglinge» des Lehrerseminars in der heutigen Seeburg in Kreuzlingen. 1850 siedelte dann die Schule und somit auch das Konvikt in das vom Staat Thurgau übernommene Kloster um. Weil der Frauenanteil am Seminar Ende der 1980er Jahre stetig stieg, beschloss man, das Konvikt auch für Mädchen zu öffnen. 1993 bezogen sie das renovierte Scheffelhaus. Zur Zeit hat es im Konvikt Platz für ca. 120 Schülerinnen und Schüler.
 
Konvikt!
Das Zusammenleben im Konvikt gründet auf der Idee des eigenverantwortlichen Handelns, von Toleranz und Rücksichtnahme. Die Konviktleitung leitet den Betrieb und bietet eine umfassende Betreuung. Ein grosser Teil der Kontrolle wird jedoch von den Konviktlerinnen und Konviktlern selbst übernommen. Dort, wo die Selbstkontrolle nicht greift, kommen die selbst gewählten «Ordnungs-Chefinnen» (OC) oder «Ordnungs-Chefs» (OS) zum Einsatz. Das Konvikt will also bewusst mehr sein als ein «Schülerhotel» oder ein streng geführtes Internat; es leistet mit seiner Organisationsform einen gerade für angehende Lehrerinnen und Lehrer wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung.
Ein grosser Vorteil für die Bewohnerinnen und Bewohner des Konviktes besteht auch darin, dass sie das vielfältige Angebot der Schule in nächster Nähe haben: Nach Schulschluss stehen u. a. Sportanlagen, Lehrschwimmbecken, Bibliothek, Video- und Fernsehräume, Musikräume und ein Computerraum mit Internetzugang zur freien Verfügung. Aber das Wichtigste überhaupt im Konvikt ist einfach, mit andern jungen Menschen zusammen zu leben, zusammen zu lernen, zusammen zu spielen. Dies ist meist richtig schön, manchmal ganz schön anstrengend, bestimmt aber eine der besten Lebensschulen, die man besuchen kann.

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